Verbundprojekt INGER

Projektkonferenz 2021

Digitale INGER-Projektkonferenz 2021

Herzlich willkommen auf der Informations- und Anmeldeseite der digitalen Konferenz des BMBF-geförderten Projekts INGER – Integrating gender into environmental health research.
Das interdisziplinäre Verbundprojekt vereint gesundheits-, sozial- und naturwissenschaftliche Bereiche der Forschung zu Umwelt und Gesundheit von Public Health, Umweltepidemiologie, Toxikologie/Humanbiomonitoring und Genderforschung. Das Institut für Public Health und Pflegeforschung (IPP) der Universität Bremen, das Helmholtz Zentrum München, das Umweltbundesamt und die Humboldt-Universität zu Berlin entwickeln und erproben interdisziplinär innovative Methoden für eine geschlechtergerechte quantitative Forschung zu umweltbezogener Gesundheit mit Bezug auf gendertheoretische Ansätze.

Bei der Projektkonferenz am 29.11.2021 sollen die Ergebnisse des Forschungsprojekts vorgestellt und diskutiert werden.

Auf diesen Seiten möchten wir Sie über das Projekt und die Mitarbeitenden informieren und einen Einblick in den geplanten Ablauf und die Themen der Konferenz geben.

Die Teilnahme ist kostenlos und die Anzahl der Teilnehmenden ist begrenzt – melden Sie sich jetzt an!

am 29.11.2021

noch

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Über das Projekt INGER

Das Verbundprojekt INGER hat zum Ziel, innovative Methoden für eine geschlechtersensible quantitative Forschung zu umweltbezogener Gesundheit mit Bezug auf gendertheoretische Ansätze interdisziplinär zu entwickeln und zu erproben.

Ausgangspunkt für das Verbundprojekt ist, dass in der Forschung zu Umwelt und Gesundheit Geschlecht mit den vielfältigen biologischen und sozialen Dimensionen bisher noch nicht angemessen berücksichtigt wird. Innerhalb des Projekts wird daher im ersten Schritt der aktuelle Forschungsstand ermittelt, inwiefern Geschlecht in der Forschung zu umweltbezogener Gesundheit bereits integriert wird. Darauf aufbauend werden neue Fragen bzw. Fragebogenmodule entwickelt und erprobt, um die Datenerhebung in populationsbasierten Studien zu umweltbezogener Gesundheit durch umfassende Erhebung von Sex/Gender-Dimensionen entsprechend gendertheoretischer Konzepte zu verbessern. Um die Bedeutung von Sex/Gender für Umweltexpositionen und umweltbezogener Gesundheit zu quantifizieren, werden des Weiteren neue statistische Analysestrategien identifiziert und erprobt. Es soll eine Wissensbasis geschaffen werden, die als Grundlage dafür dienen kann, Sex/Gender-Aspekte in Umweltexpositionen und deren Gesundheitseffekten bei umweltbezogenem Gesundheitsschutz sowie Prävention und Gesundheitsförderung im Bereich Umwelt und Gesundheit besser zu berücksichtigen. Implikationen für die Praxis sollen aufgezeigt und Ansatzpunkte für weitergehende Forschung herausgearbeitet werden.

Das Verbundprojekt INGER wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) mit einer Laufzeit von 2017 – 2022 gefördert.

wortwolke

Ziele der Projektkonferenz

Die Konferenz hat zum Ziel,

  • konzeptionelle Überlegungen und Ergebnisse der Datenerhebung und Datenanalyse des Verbundprojekts INGER vorzustellen,
  • die Ergebnisse gemeinsam mit eingeladenen Expert*innen aus Wissenschaft und Praxis im Bereich umweltbezogener Gesundheit zu diskutieren,
  • Handlungsempfehlungen für eine weiterführende Integration von Geschlecht in Forschung und Praxis im Bereich Umwelt und Gesundheit abzuleiten.

Auf der Konferenz,

  • wird für ausgewählte Themenfelder der Forschungsbereiche Public Health-Forschung zu Umwelt und Gesundheit, Umweltepidemiologie und Humanbiomonitoring der aktuelle Stand der Integration von Geschlechteraspekten (Sex/Gender) zusammengefasst,
  • wird das in INGER entwickelte multidimensionale Geschlechterkonzept aus einer Intersektionalitätsperspektive vorgestellt,
  • wird die Anwendung dieses Geschlechterkonzeptes in der Datenerhebung zweier Studien zu umweltbezogener Gesundheit illustriert,
  • werden statistische Analysestrategien komplexer Daten zu Geschlechterdimensionen zur Diskussion gestellt.

Forschungsteam von INGER

Prof. Dr. Gabriele Bolte, MPH

Prof. Dr. Gabriele Bolte, MPH

Institut für Public Health und Pflegeforschung

Prof. Dr. Gabriele Bolte, MPH, ist Epidemiologin und Public-Health-Expertin mit einem Hintergrund in theoretischer Medizin. Sie ist geschäftsführende Direktorin des Instituts für Public Health und Pflegeforschung (IPP), Leiterin der Abteilung Sozialepidemiologie des IPP und des WHO Collaborating Centre for Environmental Health Inequalities.

Seit 2013 forscht sie an der Universität Bremen als Professorin für Sozialepidemiologie an der Schnittstelle von Umwelt- und Sozialepidemiologie zu Umweltgerechtigkeit und zur Abschätzung von Ungleichheitseffekten von Public-Health Interventionen. Ein Forschungsschwerpunkt liegt auf der Integration von Geschlecht aus einer Intersektionalitätsperspektive in die quantitative gesundheitswissenschaftliche Forschung. Sie hat umfangreiche Erfahrung in der Konzeption, Durchführung und Analyse von Public-Health-Projekten, insbesondere epidemiologischer Studien. Unter anderem leitete sie 2015 – 2017 das Forschungsnetzwerk Geschlecht – Umwelt – Gesundheit GeUmGe-NET. In dem Forschungsverbund „AdvanceGender – Geschlechtersensible Gesundheitsberichterstattung: Methoden für einen geschlechtersensiblen Forschungsprozess in populationsbasierten Studien“ (BMBF, 2017-2021) ist sie für das Teilprojekt AdvanceDataAnalysis verantwortlich. Seit 2002 ist sie Sprecherin des Fachbereichs VI „Frauen- und geschlechtsspezifische Gesundheitsforschung“ der Deutschen Gesellschaft für Sozialmedizin und Prävention (DGSMP). Als eingeladene Expertin berät sie seit 2009 das WHO European Centre for Environment and Health zu „Environmental health inequalities“. Im Jahr 2016 wurde sie in die Kommission „Umweltmedizin und Environmental Public Health“ des Bundesministeriums für Gesundheit (BMG) am Robert Koch-Institut (RKI) in Zusammenarbeit mit dem Umweltbundesamt (UBA) berufen. Seit 2018 ist sie Mitglied der Expert*innengruppe „Umwelt“ der NAKO Gesundheitsstudie.

Dr. Lisa Dandolo

Dr. Lisa Dandolo

Institut für Public Health und Pflegeforschung

Dr. Lisa Dandolo ist Psychologin (M.Sc.) und hat ihren Doktortitel im Bereich der neurokognitiven Psychologie an der Universität Hamburg erworben. Seit Januar 2019 ist sie als wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Universität Bremen für das INGER-Projekt tätig.

 

Sie bringt Erfahrungen im Bereich der Statistik und multivariaten Datenanalyse mit.

Christina Hartig

Christina Hartig

Institut für Public Health und Pflegeforschung

Christina Hartig ist Epidemiologin (M.Sc.) und seit Ende 2020 als wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Universität Bremen im INGER-Projekt tätig.

Sophie Horstmann

Sophie Horstmann

Institut für Public Health und Pflegeforschung

Sophie Horstmann ist Epidemiologin (M.Sc.). Seit 2020 arbeitet sie als wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Universität Bremen. Im Rahmen ihrer Forschung beschäftigt sie sich insbesondere mit der Integration von geschlechtlicher Vielfalt in der Gesundheitsforschung.

PD Dr. Kerstin Palm

PD Dr. Kerstin Palm

Humboldt Universität zu Berlin

PD Dr. Kerstin Palm ist von 2013-2018 Professorin für Gender & Science an der Humboldt-Universität zu Berlin gewesen und seitdem als Arbeitsgruppenleiterin des Forschungsbereichs Gender & Science tätig. Sie bringt ihre Dreifachqualifikation (Promotion in Biologie, Habilitation in Kulturwissenschaft (Historische Epistemologie), seit 20 Jahren Lehre und Forschung in den Gender Studies im Bereich Gender & Science) in das Verbundprojekt ein.

Aufgrund ihrer umfassenden erfahrungsfundierten und zugleich epistemologisch reflektierten Einsicht in die Funktionsweisen und Sinnhorizonte der verschiedenen Fachkulturen wurde sie in den letzten Jahren häufig zu Moderationen interdisziplinärer Zusammenkünfte eingeladen, bei denen es speziell um die Verständigung und den Konzepttransfer zwischen naturwissenschaftlichen und geistes-/sozialwissenschaftlichen Perspektiven ging. Die epistemologischen Reflexionen und Aspekte der interdisziplinären Vermittlungsarbeit sind inzwischen in verschiedenen Texten dokumentiert und haben sich zuletzt erfolgreich im interdisziplinären Forschungsnetzwerk GeUmGe-NET zu Geschlecht, Umwelt und Gesundheit (BMBF) niedergeschlagen. Des Weiteren erstellte sie zum Gender&Science-Bereich und insbesondere zu Gender und biomedizinischer Forschung erste allgemeine Forschungsübersichten, die ebenso wie ihre ausgewiesene Expertise in der Intersektionalitätsforschung die angestrebte Erarbeitung des detaillierten Forschungsstandes und neuer Analyseinstrumente sehr sinnvoll anleiten können.

Dr. Katharina Jacke

Dr. Katharina Jacke

Humboldt Universität zu Berlin

Dr. Katharina Jacke ist promovierte Politikwissenschaftlerin mit einem Schwerpunkt in Geschlechterforschung. Sie arbeitet seit August 2017 als wissenschaftliche Mitarbeiterin am Forschungsbereich Gender & Science an der Humboldt Universität zu Berlin im BMBF-Forschungsprojekt INGER mit.

Ihre Arbeitsschwerpunkte sind Gender und Medizin/Gesundheitswissenschaften, Science Studies und Wissenschaftsgeschichte der Naturwissenschaften.

Dr. Alexandra Schneider

Dr. Alexandra Schneider

HelmholtzZentrum München

Dr. Alexandra Schneider hat ein Diplom in Meteorologie, einen Master in Public Health und einen Doktortitel in Humanbiologie der Ludwig-Maximilians-Universität München. Als Senior Researcher und Forschungsgruppenleiterin am Institut für Epidemiologie des Helmholtz Zentrum Münchens liegt ihr Fokus auf den Auswirkungen von Umweltfaktoren auf die Gesundheit der Bevölkerung als auch auf Biostatistik.

Sie hat an mehreren europäischen Umweltstudien teilgenommen (z. B. AIRGENE, EuroHEAT, UFIREG) und ist derzeit Leiterin eines Workpackages im europäischen Projekt EXHAUSTION. Seit 2006 ist sie regelmäßig Gastwissenschaftlerin in der Abteilung Environmental Public Health der US-amerikanischen Umweltschutzbehörde. Sie ist Mitglied der International Society for Environmental Epidemiology (ISEE) und dessen European Chapter und wurde 2010 in das Editorial Board der Zeitschrift „Inhalation Toxicology“ berufen. Von 2016 bis 2020 wurde sie in die Kommission „Umweltmedizin und Environmental Public Health“ des Robert Koch-Instituts berufen. Seit 2018 ist sie Sprecherin der Expertengruppe „Umwelt“ der NAKO Gesundheitsstudie.

Dr. Ute Kraus

Dr. Ute Kraus

HelmholtzZentrum München

Dr. Ute Kraus ist Psychologin (Dipl.-Psych) und Epidemiologin (M.P.H.) und hat ihren Doktortitel im Fach Humanbiologie an der der Ludwig-Maximilians-Universität München erworben. Sie ist seit 2006 wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Epidemiologie des Helmholtz Zentrum Münchens.

Sie bringt für das INGER Projekt langjährige Erfahrung in der Umwelt-Epidemiologie mit, insbesondere hinsichtlich der Herz-Kreislauf-Erkrankung von Luftschadstoffen und Lärm. Mit der Thematik Sex und Gender hat sie sich bereits im ebenfalls BMBF-geförderten Projekt GeUmGe-Net auseinandergesetzt.

Dr. Marike Kolossa-Gehring

Dr. Marike Kolossa-Gehring

Umweltbundesamt

Dr. Marike Kolossa-Gehring, Biologin und Toxikologin, Promotion an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel, Leiterin des Fachgebiets „Toxikologie, gesundheitsbezogenen Umweltbeobachtung“ im Umweltbundesamt.

Sie hat umfassende Erfahrungen in der Konzeption, Durchführung und Auswertung bevölkerungsbezogener Belastungsstudien wie der bevölkerungsrepräsentativen deutschen Umweltstudie zur Gesundheit GerES (früher Umwelt-Survey), mit Untersuchungen und Auswertungen anhand von Human-Proben der Umweltprobenbank und auf europäischer Ebene der EU-Projekte ESBIO (Expert Team to Support Human Biomonitoring in Europe), COPHES (Consortium to Perform Human Biomonitoring on an European Scale) und der ersten europaweiten HBM-Studie DEMOCOPHES. Sie nutzt die Ergebnisse dieser Studien für die Politikberatung und Information der Öffentlichkeit. Seit 12 2016 ist sie Koordinatorin des European Joint Programms HBM4EU, an dem sich 107 Forschergruppen aus 26 Ländern beteiligen.

Dr. Malgorzata Debiak

Dr. Malgorzata Debiak

Umweltbundesamt

Dr. Malgorzata Debiak ist Biologin und Toxikologin. Seit 2013 ist sie als wissenschaftliche Mitarbeiterin am Umweltbundesamt tätig und ist verantwortlich für die gesundheitliche Bewertung von Innenraumluftschadstoffen.

Sie bringt einschlägige und langjährige Erfahrung auf den Gebieten der molekularen und regulatorischen Toxikologie mit. Im Rahmen des GeUmGe-NET befasste sie sich bereits mit der Integration von Gender-Aspekten in der Umwelttoxikologie.

Sophie Fichter

Sophie Fichter

Umweltbundesamt

Sophie Fichter hat einen Masterabschluss in Geoökologie (M.Sc.) und ist seit Oktober 2020 als Wissenschaftliche Mitarbeiterin am UBA im INGER-Projekt tätig. Sie bringt theoretische und praktische Kenntnisse im Bereich der Datenaufbereitung und Datenanalyse mit.

Programm der INGER-Projektkonferenz

Montag 29.11.

9.00 – 12.00 Uhr

  • Begrüßung & Einführung in das INGER-Projekt

  • Geschlecht, Umwelt & Gesundheit: Status quo

    Gendertheoretische Basis und Ergebnisse aus den INGER-Forschungsfeldern Umweltepidemiologie, Humanbiomonitoring und Public Health-Forschung zu umweltbezogener Gesundheit
    Kurzstatements und Diskussion

  • Geschlecht in den Gesundheitswissenschaften umfassender denken

    Das multidimensionale INGER-Geschlechterkonzept aus einer Intersektionalitätsperspektive
    Präsentation und Diskussion

  • Das INGER-Geschlechterkonzept in der quantitativen Datenanalyse – Beispiele aus der Forschungspraxis

    Anwendung auf bereits vorhandene Daten verschiedener Studien und auf Daten einer neuen Erhebung in der KORA-Kohorte
    Präsentationen aus den verschiedenen Forschungsfeldern und Diskussion

12.00 – 13.00 Uhr

  • Mittagspause

13.00 – 17.00 Uhr

  • Workshops zu Herausforderungen, Problemen & Lösungen

    (1) Gendertheoretische Konzepte und Operationalisierung von Geschlecht in der quantitativen Gesundheitsforschung

    (2) Statistische Analysenmethoden bei komplexen Daten zu Geschlechterdimensionen

     

  • Round-Table-Diskussion zu Implikationen für Forschung und Praxis

    Welche Ergebnisse aus INGER können in der Praxis Anwendung finden? Wie können weitere Forschungsfelder von den Erkenntnissen profitieren? Welche Forschungslücken sind aus Sicht von Forschung und Praxis noch zu schließen?

  • Fazit & Ausblick

    Erkenntnisgewinn, Feedback und Perspektiven
    Statements von Mitgliedern des wissenschaftlichen Beirats von INGER

Teilnahmeinfos und Anmeldung

Die Konferenz des Verbundprojekts INGER findet als digitale Live-Online-Veranstaltung statt. Die Teilnahme ist kostenlos.
Die Anzahl der Teilnehmer:innen ist begrenzt, daher ist eine verbindliche Anmeldung erforderlich. Weitere Informationen zur Teilnahme und erforderliche Zugangsdaten erhalten Sie rechtzeitig vor dem Veranstaltungstermin per E-Mail von uns. Eine Anmeldung ist bis zum 10.11.2021 möglich.




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    Ansprechpartnerin

    Frau Christina Hartig
    Universität Bremen
    Institut für Public Health und Pflegeforschung

    E-Mail: inger@uni-bremen.de

    Kontakt

    Universität Bremen
    Institut für Public Health und Pflegeforschung
    Grazer Str. 4
    28359 Bremen

    Verbundpartner